Flieg, Rotkehlchen flieg!
"Spring Robin!"
Der höchstens zwölfjährige Junge steht oben auf dem 5m hohen Sprungturm und hat sichtlich Angst.
"Das geht ganz einfach! Ich bin auch schon gesprungen!"
Robin geht mutig bis an den Rand, sieht nach unten und krallt sich wieder am Geländer fest.
"Jetzt spring schon du Weichei!"
Das Gebrüll am Beckenrand hat bereits die Aufmerksamkeit aller umliegenden Badegäste auf den kleinen Jungen auf dem Sprungturm gelenkt. Wer ihn da "freundlich" anfeuert sind nicht etwa seine Freunde, nein, es ist sein Vater, der mit dem kleinen Bruder am Beckenrand steht und zu dem vielleicht zweijährigen Knirps sagt: "Gell, wenn du fünf bist springst du da runter!" bevor er seinen älteren Sohn wieder als feiges Weichei betitelt. Dutti steht auch oben, wir hören wie er sagt: "Ich glaub, wenn du nicht runterspringst versohlt dir dein Papa den Arsch." Er ist genauso pädagogisch bewandert wie der "Feigling" brüllende Vater. Später sagt er Robin hätte geantwortet "Das kann schon sein.". Das hören wir unten nicht. Wir sehen nur wie der kleine Junge wieder an den Rand schleicht, dort steht, runter guckt, und Dutti ihn schließlich schubst. Als er wieder aus dem Becken auftaucht applaudieren wir. Der Vater ist zufrieden, die Familie geht. Robin läuft noch einmal zurück zu Dutti. "Danke, dass du mich runter geschubst hast.", sagt er.
Was ist eigentlich die Moral dieser Geschichte?
Der höchstens zwölfjährige Junge steht oben auf dem 5m hohen Sprungturm und hat sichtlich Angst.
"Das geht ganz einfach! Ich bin auch schon gesprungen!"
Robin geht mutig bis an den Rand, sieht nach unten und krallt sich wieder am Geländer fest.
"Jetzt spring schon du Weichei!"
Das Gebrüll am Beckenrand hat bereits die Aufmerksamkeit aller umliegenden Badegäste auf den kleinen Jungen auf dem Sprungturm gelenkt. Wer ihn da "freundlich" anfeuert sind nicht etwa seine Freunde, nein, es ist sein Vater, der mit dem kleinen Bruder am Beckenrand steht und zu dem vielleicht zweijährigen Knirps sagt: "Gell, wenn du fünf bist springst du da runter!" bevor er seinen älteren Sohn wieder als feiges Weichei betitelt. Dutti steht auch oben, wir hören wie er sagt: "Ich glaub, wenn du nicht runterspringst versohlt dir dein Papa den Arsch." Er ist genauso pädagogisch bewandert wie der "Feigling" brüllende Vater. Später sagt er Robin hätte geantwortet "Das kann schon sein.". Das hören wir unten nicht. Wir sehen nur wie der kleine Junge wieder an den Rand schleicht, dort steht, runter guckt, und Dutti ihn schließlich schubst. Als er wieder aus dem Becken auftaucht applaudieren wir. Der Vater ist zufrieden, die Familie geht. Robin läuft noch einmal zurück zu Dutti. "Danke, dass du mich runter geschubst hast.", sagt er.
Was ist eigentlich die Moral dieser Geschichte?
darkyschatzi - 12. Mai, 20:21
